Tipps zur Strahlungsreduzierung beim Umgang mit dem Handy oder Smartphone

Beim mobilen Telefonieren entstehen sehr hohe Strahlungsdichten direkt am Kopf. Das wissen auch die Hersteller von Mobiltelefonen, darum empfehlen sie zum Beispiel: „Um die Belastung durch Funkemissionen während der Kommunikation einzuschränken, empfiehlt sich die Verwendung einer Freisprecheinrichtung wie des internen Lautsprechers, der mitgelieferten Ohrstöpsel oder anderen Zubehörs.“ (Quelle: „iPhone Info für das iPhone 6“)

Wie Sie Ihre Strahlenbelastung durch Handystrahlung verringern können

  • Überdenken Sie Ihre Gewohnheiten bei der mobilen Kommunikation. Je intensiver Mobiltelefone genutzt werden, umso mehr Sendeanlagen werden betrieben und umso höher ist die uns umgebende Mobilfunkstrahlung.
  • Nutzen Sie Ihr Mobiltelefon nur, wenn Sie keine Möglichkeit haben, das Gespräch über Festnetz zu führen (am besten kabelgebunden, denn DECT-Strahlung ist leider auch gesundheitsschädlich).
  • Verschicken Sie keine großen Datenmengen wie z. B. Fotos und surfen Sie nicht mit Ihrem Smartphone im Internet.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit, mit Ihrem iPhone oder iPad kabelgebunden ins Internet zu gehen.
  • Schalten Sie Ihr Mobiltelefon so oft wie möglich in den Flugmodus, da es auch bei Nichtgebrauch mit der Mobilfunkbasisstation kommuniziert.
  • Aktivieren Sie WLAN und Bluetooth nur, wenn Sie es brauchen.
  • Deaktivieren Sie die Funktion „Persönlicher Hotspot“ oder „Instant Hotspot“ an Ihrem iPhone, denn damit wird das Gerät zu einem WLAN-Router.
  • Schützen auch andere vor der Strahlung: Halten Sie beim Telefonieren und Versenden von Nachrichten mehrere Meter Abstand zu anderen Menschen, insbesondere zu Kindern, Elektrosensiblen und Schwangeren.
  • Nutzen Sie Ihr Mobiltelefon nie in einer Umgebung mit schlechtem Empfang (z. B. im Fahrstuhl oder im Bus). Gehen Sie am besten nach draußen, weil dort der Empfang besser als in Innenräumen ist oder stellen Sie sich an ein geöffnetes Fenster.
  • Sorgen Sie für optimalen Empfang der eingebauten Antenne: decken Sie das Telefon nicht mit Ihrer Hand ab und achten Sie darauf, daß die Handyhülle den Empfang nicht behindert (es werden tatsächlich Smartphonehüllen aus Alu angeboten).
  • Telefonieren Sie nur dann im Auto, wenn das Fahrzeug über eine fest eingebaute Freisprecheinrichtung mit Außenantenne verfügt, bei der die Kommunikation mit dem Mobiltelefon nicht über Bluetooth stattfindet.
  • Halten Sie beim Telefonieren das Mobiltelefon möglichst weit von Ihrem Körper entfernt und nutzen Sie:
    • entweder die Freisprechfunktion (Lautsprecher)
    • Klappferritoder einen Kopfhörer, der die Strahlung wirklich reduziert: entweder ein Modell mit Luftschlauch (sog. „Air Tube“) oder ein Headset, das mit zwei Ferriten ausgestattet ist (nachträglich als Klappferrit nachrüstbar, erhältlich z. B. bei Gigahertz Solutions, Artikel KF-2). Ein normales Headset leitet die Strahlung direkt ins Ohr und trägt nicht zur Strahlungsreduzierung bei.
  • Nutzen Sie vorzugsweise UMTS statt GSM, da die Sendeleistung bei UMTS deutlich geringer ist und kontinuierlich angepasst wird. Sie können das bevorzugte Netz häufig in den Einstellungen Ihres Handys auswählen.
  • Halten Sie das Mobiltelefon immer möglichst weit von Ihrem Körper entfernt, insbesondere beim Verbindungsaufbau.
  • Tragen Sie beim Telefonieren keine Brille mit Metallgestell oder Metalldraht im Bügel: das Metall wirkt als Antenne für die Strahlung und verstärkt diese.
  • Tragen Sie das eingeschaltete Telefon nicht direkt am Körper:
    • Männer sollten das Handy nicht in der Hosentasche tragen, es sei denn, sie möchten ihre Fruchtbarkeit senken (siehe den Selbstversuch von Tim Ferriss auf youtube: „Cell Phones & Sperm Damage“).
    • Frauen, die ihr Handy im BH tragen, erhöhen ihr Brustkrebsrisiko (siehe „Multifocal Breast Cancer in Young Women with Prolonged Contact between Their Breasts and Their Cellular Phones“ in „Case Reports in Medicine“, Volume 2013 (2013), Article ID 354682).